Work Nr. 248

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Work Nr. 622
Nr. 247, painting, US$ 7,300 If I see right ...
Work Nr. 247
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Im gleichen großen Format, eine Woche vorher entstanden, ein höchst rätselhaftes Bild. Wenn es nicht das Budget gesprengt hätte, wäre es heute im Besitz des Leopold-Hoesch-Museums Düren. Das Bild war die erste Wahl der Museumsleiterin, die übrigens selbst mithalf, das Preisgefüge zu gestalten.

Zwei Figuren dominieren, links eine nackte Schwangere mit stolz unter schwellenden Brüsten verschränkten Armen, die auf dem bereits sehr dicken Bauch aufliegen, rechts ein rotes Fabelwesen mit maskenartigem Kopf, offenbar sitzend, auf die Frau bezogen, ihr einen merkwürdigen Strauß überreichend.

Von unten kommt noch ein roter Comic-Vogel herein, rechts oben hängt ein Comic-Bösewicht über einem Sichelmond, darunter ein Glatzenjunge. Die Frau schaut selbstbewußt aus dem Bild heraus, am Betrachter vorbei, sie sinnt, ist gesammelt, aufmerksam, energiegeladen, wach, stark, autark, unnahbar, mit einem Wort: überwältigend.

Diese Wirkung geht überwiegend von ihrem Kopf aus, der sehr merkwürdig gezeichnet ist: Er besteht fast nur aus dem eigentlichen Gesichtsbereich zwischen Augen und Kinn, auf den die Wahrnehmung fixiert ist, der Rest ist fast nicht da. So zeichnen Anfänger, sie spiegeln die Wahrnehmung, durch mühsames Erarbeiten der wirklichen Proportionen kann dieser Sehfehler überwunden werden. Aber hier wirkt diese Überzeichnung nicht als Fehler, sondern richtig und gut.

Ein leichter Bruch besteht allerdings zwischen Kopf und Körper, der wesentlich naturalistischer, plastischer gemalt ist. Dieser Bruch ist in anderen Bildern deutlicher und weist auf eine Spaltung zwischen Kopf und Körper hin. Hier scheint die Frau ihre Stärke auch aus dem Wunder und Mysterium ihres Körpers zu beziehen, das ja deutlich genug vorgetragen und vorgezeigt wird. Diese Frau braucht nichts und niemanden. Der dicke Bauch und die prallen Brüste korrespondieren mit dem roten dicken Bauch und den flachen Brüsten, die allerdings beide deutlich männlich, schlaff und verfettet sind.

Der Rote, das assoziiert Teufel - aber nein, der ist doch ganz harmlos, zurückgesetzt noch dazu, aber immerhin hat er sich eine Maske aufgesetzt, die teuflische Züge trägt und Hörner hat. Er ist ganz Verehrung und Staunen, um nicht zu sagen Anbetung, schüchtern reicht er ihr - na ja, was eigentlich? Er quetscht etwas Rotes, Längliches zwischen seinen Fingern, ein wenig wie eine Eistüte hält er das Ding, das sich oben auch verbreitert, da liegen dann auch Sachen drauf, die aber wieder nicht wie Eis aussehen, eher wie aufgeschnittener Früchte, aber am ehesten sind es vielleicht Brüste, die dann zu der weiblichen Figur dahinter gehören würden, eine Stockpuppe vielleicht, eine Hexe mit roten Augen, hinter der noch eine kleinere Puppenhexe hervorlugt. Sie aber will das Geschenk nicht haben. Diese Männerriege hier hat bei ihr keine Chance. Und was ist mit den Männern?

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Art-Life-Creativity

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Kunst-Leben-Kreativität

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