Work Nr. 647

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Work Nr. 307
Nr. 306, painting, US$ 5,800If I see right ...
Work Nr. 306
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Zwei monumentale Köpfe prägen dieses Bild. Links ein Männerkopf, rechts eine Frauenfigur. Bei über einem Meter Höhe sind diese Köpfe, die die halbe Höhe des Bildes einnehmen, weit mehr als lebensgroß.

Auf den ersten Blick ist außer der Dimensionalität wenig los. Immerhin ist das Bild furios gemalt. Die Farben sind stark, die Pinselstriche kontrolliert und doch voller Bewegung. In diesem Bild steckt eine Menge Energie und Kraft, das ist gleich zu spüren. Aber was ist das genauer, was da zu spüren ist?

Der Mann und die Frau bilden ein Paar, das ist klar. Ihre Körper berühren sich an den Armen, doch sie scheinen sich nicht anzufassen. Sie sind einander leicht zugewandt, aber sie schauen sich nicht an. Auch der Betrachter wird nicht einbezogen, sie sind allein. Sie sind aber deutlich aufeinander bezogen, sie wissen voneinander, sie haben starke Gefühle füreinander, sie sind ein Paar, jeder von ihnen könnte ohne den anderen nicht sein.

Der Mann ist männlich stark, er schaut zuversichtlich, ernst, aufmerksam, gespannt sowohl nach außen als auch nach innen. Er ist der Außenwelt zugewandt, in diesem Aspekt ist er wachsam, bereit zu handeln, seinen Mann zu stehen, er weiß, daß die Welt Engagement erfordert, es gilt, auf der Hut zu sein, auch ein gesundes Maß an Furchtsamkeit ist nicht unangebracht, aber im Grunde ist er zuversichtlich, daß er alle Anforderungen bewältigen wird. In seiner Innenschau wird die Gefühlsseite lebendig, er ist offen und verletzlich, abhängig von anderen, insbesondere von der Frau in seinem Inneren und an seiner Seite.

Die Frau ist wesentlich auf ihr Inneres bezogen, sie scheint Schweres zu fühlen, Tiefes, Aufwühlendes. Sie steht dazu, sie hadert nicht damit, es ist richtig und gut so, sie öffnet sich diesem Gefühl, läßt es ganz in sich herein, wachsen und sich entfalten. Sie ist nicht so sehr auf den Mann an ihrer Seite bezogen, obwohl er auch präsent ist, sie ist sich dessen bewußt im Inneren wie im Äußeren, aber sie hat keinen so starken Bezug zu ihm. Sie lebt mehr aus sich selbst, in sich selbst, sie hat es schwer, sich zu öffnen und eine Begegnung zu wagen. Sie nimmt den größeren Teil des Bildes ein, sie steht eher etwas zurück, wirkt aber trotz oder wegen ihrer Innenbezogenheit leicht dominierend.

Zwischen beiden herrscht eine ruhige, energiereiche Spannung. Beide sind Pole eines Gegensatzpaares, beide bedürfen einander, es ist wie ein Sog in beide Richtungen, ein Konflikt wird hier ausgefochten. Er ist der Mann und steht für sich, seine Beziehung zu ihr ist gefährdet, es zieht ihn dorthin, wo sein Blick fixiert ist. Sie spürt diesen Vorbehalt, es verletzt sie auch, aber auch sie hat ihren Vorbehalt, sie will sich ebenfalls nicht hingeben, sie zieht sich zurück. Trauer und Resignation sind zu spüren. Sie kommen nicht weiter, sie können sich nicht helfen.

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Art-Life-Creativity

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Kunst-Leben-Kreativität

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