If I see right
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Work Nr. 307
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Auch hier ein Paar, allerdings in einer gewaltigen Inszenierung.
Der Mann steht ebenfalls links, die Frau rechts, sie stehen nebeneinander,
einander leicht zugewandt, wie zu einem Bild gestellt, einem Hochzeitsbild
vielleicht, die Braut in Weiß mit Blumenstrauß, der Bräutigam
mit feinem Kragen. (Interessant: Die Sprache schildert die Braut als das
Primäre, den Bräutigam als abgeleitet.)
Aber statt der Blumenkinder ein kleiner Mann vorn zwischen beiden,
glatzköpfig mit Kopftuch. In der Mitte, direkt über dem Gnom, aber
hinter den beiden, schaut auf einem breiten Stiel oder Hals ein rautenartiges
Gesicht oder vielleicht eine Maske, die Augen auf der Höhe der Münder
des Paares, auf den Betrachter oder besser durch ihn hindurch.
Rechts hinter der Frau eine andere extreme Figur mit grünem langen Gesicht,
langem Hals, weißem Kragen, der an den Kragen der Frau anschließt,
dunklem Gewand, das zusammen mit dem Kragen einen eher weiblichen Eindruck
macht, obwohl die Figur eher männlich ausschaut, ähnlich der
priesterlichen Kleidung. Der Kopf ist rechts oben in die Ecke gedrückt,
beide Augen und der Ansatz der Stirn sind gerade sichtbar. Diese Figur schaut
von oben herab den Betrachter an, erstaunt, amüsiert, abschätzig,
wissend. Links am unteren Rand kommt noch eine extreme Figur ins Bild, mit
riesiger Nase und eckiger Stirn, glatzköpfig, auf den Mann bezogen,
mit der Nase dessen Schulter berührend, den Mund aufgerissen, als wollte
sie protestieren, abwehren oder zumindest rufen, aufgebracht, den Betrachter
böse fixierend.
Symmetrisch zum Blumenstrauß, die Form des Gnoms wiederholend, vor
dem Mann ein nicht näher bestimmbares Objekt. Dies ist verwunderlich,
denn die Formen und die Malweise sind klar und deutlich, mindestens ebenso
deutlich wie die des Blumenstraußes. Ist es ein Schild, ein Spiegel,
ein Gesicht? Eine kreisförmige Binnenform wird von einem gelben offenen
Bogen umschlossen, der im Uhrzeigersinn sich zu schließen versucht,
bei halb sieben anfangend, bei halb sechs breit und stumpf endend. Die Binnenform
ist links heller, rechts dunkler, in der Mitte senkrecht geteilt, in der
linken Hälfte mittig ein Punkt, der sich ähnlich dem Strich zu
einem Oval ausdehnt und augenähnlich wirkt. Hinter Frau und rechter
Figur ein dunkelgrüner Streifen, zwischen dem Paar, symmetrisch geteilt
und gerafft, ein dunkelroter Vorhang, zwischen dem die gelbe Fratze aufscheint,
hinter dem Vorhang eine Horizontlinie, vielleicht ein Ausblick nach draußen
in dunkle Nacht. Links hinten eine Pflanze mit zwei Blättern und
weißer Blüte, die sich der Mitte zuneigt, umfaßt von einem
gelben Objekt, einem ovalen Rahmen vielleicht, vielleicht von einem Spiegel,
der Blaues zeigt. Und soweit ist dies alles erst nur eine kleine,
oberflächliche Beschreibung. |