Work Nr. 247

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Work Nr. 623
Nr. 622, 
painting, US$ 6,000 If I see right ...
Work Nr. 622
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Das Bild ist wild, strudelig, voller Energie. Viele Pinselstriche sind deutlich sichtbar und zeigen Bewegung, Weiß höht an vielen Stellen, was sonst selten vorkommt. Die Malerei ist so virtuos - als ich neulich Gelegenheit hatte, eine Weile auf dem Bild rumzugucken, dachte ich: Wie kann einer so etwas machen?

Links unten ragt ein schauriges Tierwesen ins Bild, grün-schwarz-weiß, am ehesten Hund, Höllenhund, Fabelhund, mit unglaublich langem Maul und vielen spitzen Zähnen an Ober- und Unterkiefer, das Maul zu einem Grinsen aufgesperrt, die rote Zunge dazwischen sichtbar. Das Auge schaut den Betrachter durchdringend an, das ganze Wesen ist pure Vitalität und Lust. Der Nasenrücken berührt den Schnabel eines versteckten blauen Vogels, der verschmitzt und klug hinter dem Kopf der Frau im Vordergrund hervorlugt.

Diese wiederum zeigt einen äußerst gemischten Ausdruck, so als traue sie der Situation nicht. Leicht zweifelt sie, ein wenig freut sie sich, ist gespannt, ängstlich auch, dann aber wieder sehr zuversichtlich und stark. Ihr Blick geht nach vorne, hat auch etwas Bittendes an sich, sie fixiert etwas, aber nicht den Betrachter. Der schmutzige Mann hinter ihr, ein bulliger Kämpfer- oder Schwerarbeitertyp, ist eindeutiger im Ausdruck.

Er schaut etwa in die gleiche Richtung, scheint auch etwas zu fixieren, hält sich zurück, ist wachsam, auf der Hut, mißtrauisch, ängstlich. Eine rote Schlange kringelt sich um seinen Kopf und stößt von oben auf sein linkes Auge herunter. Seine Aufmerksamkeit ist gespannt wie bei einem Krieger, der seinen Gegner fixiert, das Denken und Reflektieren abschaltet und sich ganz auf sein Können und seine Reaktionsfähigkeit verläßt.

Fast die gesamte linke Seite wird von einem Kopf eingenommen, dessen Geschlechtlichkeit nicht so ganz feststeht, wohl eher männlich, der deutlich größer ist als die beiden anderen. Dieser schaut in Richtung auf die beiden, aber nicht auf sie, sondern über sie hinweg in die Ferne und zugleich in sich hinein. Sein Ausdruck ist innerlich, einverstanden, zuversichtlich, abwartend. Sein Haupt ist umrahmt von einem strahlenartigen Kragen, dessen Zacken auf den Männerkopf rechts zeigen.

Mann und Frau sind aufeinander bezogen, sie sind auch gefühlsmäßig verbunden, das Kinn des Mannes berührt den Scheitel der Frau. Sie wirkt wie ein Schild für ihn, sie schützt ihn physisch und psychisch. Das vor ihnen Liegende ist offenbar schwer einzuschätzen, etwas Großes, Unbekanntes, Risikoreiches, das alle Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Diese Situation ist offenbar nicht herbeigeführt worden, sie stellt sich einfach und ist unvermeidlich. Die linke Figur wird von beiden nicht wahrgenommen, die Tiere ebenfalls nicht, jedenfalls sind sie selbstverständlich.

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Art-Life-Creativity

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Kunst-Leben-Kreativität

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