If I see right
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Work Nr. 623
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Dieses Bild hat gewisse Ähnlichkeiten mit seinem Vorgänger.
Rechts unten der Kopf einer Frau, darüber der eines Mannes, um dessen
Kopf sich eine Schlange windet, links ein angeschnittener Kopf im
Dreiviertelprofil, ein grünes Tier mir Zähnen und Zunge, ein Vogel.
Das besagt aber offenbar wenig, denn Stimmung, Malweise, Staffage, Bedeutung
sind völlig anders. Der allgemeine Eindruck ist viel ruhiger, sogar
gedämpft, etwas traurig.
Die Frau wirkt nicht häßlich, eher schön, eine Träne
hängt an ihrem rechten Auge. Sie ist geschmückt mit einer ansprechenden
Frisur, langen Ohrhängern, einem gerafften Tuch, sie macht eher den
Eindruck, ein festliches Kleid zu tragen als nackt zu sein, obwohl man davon
nichts sehen kann.
Der Mann erscheint nach links versetzt und erhöht, auch er bekleidet,
man sieht einen üppigen weißen Kragen, eine locker geschlungene
rote Krawatte, ein grünes Hemd, er trägt sogar einen Hut mit breiter
Krempe - und - ist das die Möglichkeit: trägt er ein
Hörgerät oder was ist das da im Ohr?
Hinter ihm rechts und links eine Art weicher Riesenkragen oder Kissen, die
Schlange schlingt sich liebevoll wissend um seinen Hals, züngelt belehrend
an seiner Stirn, das Maul wie sprechend geöffnet, auf dem Hut
schnäbeln verliebt zwei weiße Tauben, rechts hinter ihm erscheint
ein großer weißer Vogel mit langem roten Schnabel, gütig
blickend. Die räumlichen Verhältnisse sind unklar. Der Hintergrund
deutet auf Himmel, Nachthimmel vielleicht, aber links unten sitzt ein
älterer Gnom, aber doch nicht auf dem Boden, denn direkt hinter ihm
ist ja der Oberkörper des Mannes zu sehen, jedenfalls ein
kleinwüchsiger Mann, die Hände übereinandergelegt, ein Knie
hochgezogen, den Arm darumgeschlungen, der andere Arm ruht auf dem anderen
Knie.
Das grüne Tier ist hier ziemlich eindeutig ein kleiner, lustiger Drache,
der neckend seine lange Zunge ausfährt und den Mann am Hals zu kitzeln
scheint. Direkt hinter ihm erscheint ein Gesicht, ein Mann oder eine Frau
mit roten Haaren, das mit etwas verschleiertem Blick diagonal in das Bild
hinabschaut, mehr nach innen blickend, nichts richtig fixierend. Rechts oben
scheint gelb eine Scheibe auf mit Außenrand, zwei Strichen darin, einem
Strich in der Innenscheibe.
Der Mann ist nicht eigentlich traurig, aber doch ein wenig bedrückt,
er scheint sich auf etwas vorzubereiten, das bevorsteht, in dessen Richtung
er zu blicken scheint, das aber wohl noch nicht sichtbar ist. Das Getier
um sich herum läßt er gewähren, nimmt es vielleicht gar nicht
wahr. Die Frau scheint mehr zu assistieren, sie hat etwas in die Wege geleitet
und nimmt nun Abschied, das Kommende geht sie nichts an. Der Gnom weiß
Bescheid, er wartet ab. |