Prospect note

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Prospect introduction
Nr. 18, painting, self 
in front of mirror as young man Prospect preface
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie halten einen Prospekt in Händen, der eine kleine Auswahl aus meinem Gesamtwerk darstellt. Dieses Werk ist dokumentiert in einem Gesamtkatalog, der alle Arbeiten in chronologischer Reihenfolge als schwarz / weiß Abbildungen reproduziert. Dadurch erhält man sehr interessante Einblicke in die Entwicklung besonders der Themen und Inhalte. Der Gesamtkatalog umfaßt derzeit 7 Bände (ca. 700 Seiten) und ist zum Preis von 98,- DM erhältlich.

Dieser Prospekt möchte Ihnen nur einen kleinen Einblick in die Vielfalt der Themen, Techniken und Formate geben, außerdem durch kurze Beschreibungen den Zugang erleichtern. Denn der Zugang zu meiner Kunst soll auf diese Weise gefördert werden, und wenn dies gelingt, soll es mich freuen, wenn nicht, können wir vielleicht gemeinsam etwas daran ändern.

Die Bildbeschreibungen versuchen in Worten wiederzugeben, was zu sehen ist. In dieser Übung zeichnet sich die Wissenschaft der Kunstgeschichte aus. Und da es unter Kunsthistorikern gute Tradition ist zu sagen: „Sehe ich recht, so ...", greife ich dies auf und bitte Sie: Überprüfen Sie mein Sehen.

Robert M. Pirsig sagt in dem lesenswerten Buch „Zen and the Art of Motorcycle Maintenance": „The more you look the more you see." Da der Platz beschränkt ist, mußte ich irgendwann mit der Beschreibung aufhören. Sie werden es bei der Lektüre bemerken. Dieser Schluß ist absolut willkürlich, damit ist also längst nicht alles gesagt.

Das ist aber ganz in Ordnung und liegt in meiner Absicht, die Beschreibung soll nicht das eigene Sehen ersetzen, sondern in Gang bringen. Denn um das Sehen und das durch das Sehen ausgelöste Erleben geht es meines Erachtens in der Kunst. Und dieses Sehen und Erleben hört nicht auf, sondern setzt sich Tag für Tag fort.

Das gute Kunstwerk ist somit Schmuck und Gegenüber zugleich, zwischen Betrachter und Bild entfaltet sich ein Dialog, der bewegt und verändert. Daher ist das, was heute über das Bild gesagt werden kann, morgen zwar auch noch richtig, aber durch das Erleben überholt. In diesem Sinne wirken Kunstwerke über Jahrhunderte und sprechen immer wieder neu und anders.

Aus diesem Grunde und weil es Unikate sind, zumindest limitierte Auflagen, eignet sich Kunst auch so gut als Spekulationsobjekt. Die Wirkung guter Kunst ist überprüfbar, viele Menschen beschäftigen sich damit, und damit setzt eine Dynamik ein, die dann zu Schlagzeilen führt.

Daher hat die Bildende Kunst im Gegensatz zu Literatur oder Musik in Wirtschaftsgesellschaften immer auch den Aspekt der Wertanlage gehabt. Und wer ein gutes Objekt besitzt, will meist noch mehr haben, der Sammlertrieb setzt ein.

In diesem Sinne halte ich meine Werke auch für gute Wertanlagen. Für mich selbst mache ich manchmal die Louvre-Probe. Versuchen Sie es auch einmal, es ist eine interessante Übung!

Als Lehrer habe ich versucht, Schülern den Zugang zur Kunst zu eröffnen, später dann auch Erwachsenen. Damit hatte ich Erfolg, aber mit meiner eigenen Kunst habe ich es noch nicht probiert. Es ist also auch für mich ein neues Abenteuer.

Was immer nun Ihr Zugang zur Kunst sein mag: An dieser Broschüre sollen Sie Ihre Freude haben, möge sie Ihr Leben bereichern!

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Art-Life-Creativity

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Kunst-Leben-Kreativität

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