Music epilogue
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Ich besitze mehrere Instrumente und kann darauf
auch Töne hervorbringen. So um 1980 herum habe ich einmal Unterricht
auf der Trompete genommen. Der Lehrer an der dortigen Musikschule konnte
mich nicht nehmen, weil ich ja schon erwachsen war, aber privat war das zu
machen.
Das ging so: Kannst Du was spielen?" Wie?" Na, Töne
produzieren?" Ich spiele was. Oh, das ist aber hoch." Nee, hoch
ist anders." Ich spiele hoch. Kannst du auch tief?" Ich spiele tief.
So hoch und so tief kann ich nicht. Du bist ein Naturtalent."
Er selbst studierte am Konservatorium und übte Wagner. Aber nach wenigen
Stunden brach ich ab. Tonleitern waren nicht mein Ding.
Hänschen klein kann ich also immer noch nicht.
Damals habe ich oft einen Schüler mitgenommen, wir kamen ins Gespräch,
er spielte Baß und schlug vor, wir sollten zusammen spielen, er bringe
noch einen Schlagzeuger und einen Saxophonisten mit.
Einmal habe ich den Saxophonisten gefragt, warum er denn mit mir spiele,
ich könne doch nichts (der konnte nämlich sehr viel). Ich
lerne von dir." Wie meinst du das?" Du spielst ohne Klischees."
Er selbst konnte alles, es klang wie Coltrane oder was man
wollte, aber nicht wie er selbst. Später im Studium hat er eine Band
gegründet, der oben erwähnte Baßmann" hat erst ihn
und dann mich besucht und mir eine Aufnahme aus dem
Quasimodo in Berlin mitgebracht, aber sie gefiel mir nicht.
Natürlich klingen die Stücke etwas steril, das Saxophon ist absolut
nichtssagend. Beim Klavier und Schlagzeug fällt das ja nicht so auf,
der Baß ist auch recht ordentlich. Wenn ich mehr Lust zum Fummeln
hätte, würde ich mal Archie Shepp oder John
Surman sampeln und den Sound einsetzen. Obwohl dann immer noch fraglich
ist, ob das dann ausdrucksvoller ist. Aber trotzdem: Es wundert mich, daß
ich die Stücke so sehr mag. Vermutlich Ego-Trip. |