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Nr. 327, Gemälde, DM 900,- WerWasWie:
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as ist zu sehen?

Es ist offensichtlich, daß meine Bilder nicht willkürlich, zynisch, konstruiert, gewollt sind, sondern natürlich, bedeutsam, zwingend. Sie erzählen nichts Bekanntes, sie illustrieren keine Theorie, sie sind keine reine Formübung, sie sind nicht nur privater Bauchschmerz: Sie bringen etwas zum Vorschein, was allgemein verstanden werden kann und will.

Analog zum Traum mag ein Außenstehender mein Bild sogar besser verstehen als ich selbst, weil eben das Bild mir etwas sagen will, was ich aus meiner Bewußtseinslage so gar nicht erkennen kann. Das Bild wie der Traum spricht den Betrachter (Träumer) existentiell an, auf einer Ebene, wo er sich nicht verstecken, sich nichts vormachen, sich nicht verschließen kann - höchstens leugnen, abspalten und verdrängen.

Es gibt also in dem Sinne nichts zu „verstehen", als die Werke unmittelbar wirken müssen, als Bild eben. Es gibt insbesondere keinen literarischen Zugang. Alles Wißbare kann mich dem Bild nähern, das Bild aber hat seine eigene Faszination und Wirkung, die durch das Gewußte zunimmt - je mehr ich weiß, desto tiefer die Wirkung.

Das trifft natürlich für große Kunst generell zu, und in diesem Sinne ist die Kunstgeschichte und die Wissenschaft im besten Fall ein Weg, sich Kunstwerke zu erschließen. Je mehr man weiß und sagen kann, desto mehr sieht man, desto tiefer kann das Werk wirken - wenn die Worte nur nicht den Zugang verstellen. Bei der Bildenden Kunst geht es bekanntlich um das Sehen, um das, was durch Sehen erfahrbar und zugänglich ist.

Über den Altar äußerte sich ein Kunsthistoriker so (Dr. Vomm, seinerzeit Direktor des Museums in Berg. Gladbach): „Das ist zweifellos ein geschlossenes Werk, alle Schauseiten sind stimmig, die Abfolge der Seiten ist folgerichtig, es ist offensichtlich bedeutsam und sinnvoll, allerdings hilft mir mein Wissen über Ikonographie nicht, das Werk zu verstehen. Da müßte mal einer drüber promovieren." Na, vielleicht würde der was rauskriegen. Immerhin hat Friedhelm Wilhelm Fischer 20 Jahre nach Beckmanns Tod Substantielles zu dessen Werken herausfinden können.

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